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22 Antworten rund um Klimaanlagen

Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf eines Klimageräts am häufigsten gestellt werden – von der Kühlleistung über die Lautstärke bis zu Stromkosten und Wartung. Filtern Sie nach Themenbereich oder klappen Sie einzelne Fragen auf.

Als Faustformel gelten bei normaler Dämmung rund 60 bis 100 W Kühlleistung je Quadratmeter. Für 20 m² sind das etwa 1,2 bis 2,0 kW, also rund 4.100 bis 6.800 BTU/h. Rechnen Sie eine Leistungsklasse höher, wenn der Raum unter dem Dach liegt, große Fensterflächen nach Süden hat oder mehrere Personen und Geräte darin arbeiten. Zur Umrechnung: 1 kW entspricht rund 3.412 BTU/h. Die Rechnung samt Zuschlägen für Dachgeschoss, Südfenster und Technik im Raum steht im Ratgeber zur Kühlleistung.

2,6 kW entsprechen 9.000 BTU/h. Für diese Klasse nennen die Hersteller je nach Gerät Räume bis 25 m² oder bis 35 m² – die Spanne zeigt, wie unterschiedlich solche Angaben zustande kommen, teils sogar innerhalb desselben Datenblatts. Verlassen Sie sich deshalb nicht allein darauf: Dämmung, Fensterfläche und Ausrichtung verschieben den Bedarf stärker als die letzten paar hundert Watt. Eine Überschlagsrechnung für den eigenen Raum finden Sie im Ratgeber zur Kühlleistung.

Die Kühlleistung sagt, wie viel Wärme das Gerät aus dem Raum schafft – angegeben in kW oder BTU/h. Die Leistungsaufnahme ist der Strom, den es dafür zieht, angegeben in W. Das kleinste Gerät in unserem Vergleich liefert 5.000 BTU/h und nimmt dafür 550 W auf. Beide Zahlen stehen im Datenblatt oft direkt nebeneinander, meinen aber Gegensätzliches. Wie sich aus der Leistungsaufnahme die Betriebskosten ergeben, zeigt der Ratgeber zum Stromverbrauch.

Nein. Ein Klimagerät entzieht dem Raum Wärme und muss sie nach draußen abgeben – ohne Abluftschlauch bleibt die Wärme im Raum, und der Kompressor erzeugt zusätzlich welche. Was unter diesem Stichwort verkauft wird, sind meist Verdunstungskühler: Sie verdunsten Wasser, senken die Temperatur nur wenige Grad und erhöhen dabei die Luftfeuchtigkeit. Für spürbare Kühlung führt kein Weg an einem Abluftschlauch oder einer Außeneinheit vorbei. Die Abgrenzung zwischen Klimagerät und Verdunstungskühler erklären wir ausführlich im Ratgeber zu den Bauarten.

Beim Monoblock steckt die gesamte Technik in einem Gehäuse im Raum, die warme Abluft geht über einen Schlauch aus dem Fenster. Beim Splitgerät sitzt der Kompressor in einer Außeneinheit, im Raum hängt nur das Innengerät. Das schlägt sich in der Lautstärke nieder: Für die Monoblöcke in unserem Vergleich nennen die Hersteller 45 bis 65 Dezibel, für die Innengeräte der Split-Klimaanlagen 19 dB(A) im Ruhemodus bzw. 22 Dezibel laut Datenblatt. Dafür braucht ein Splitgerät eine Außeneinheit und in der Regel einen Kältefachbetrieb für die Montage. Alle Bauarten im Einzelnen, samt mobilem Splitgerät mit Schnellkupplung, stehen im Ratgeber zu den Bauarten.

Ja, wenn das Gerät eine Wärmepumpenfunktion hat: Es dreht den Kreislauf um und gibt die Wärme nach innen ab. In unserem Vergleich können das beide Split-Klimaanlagen und ein Monoblockgerät, die übrigen kühlen, entfeuchten und lüften nur. Achten Sie auf den SCOP – er beschreibt die Effizienz im Heizbetrieb und ist eine andere Zahl als der SEER für den Kühlbetrieb. Welche Bauart wofür taugt, ordnet der Ratgeber zu den Bauarten ein.

Das hängt vor allem an der Bauart. Für die mobilen Geräte in unserem Vergleich nennen die Hersteller 38 bis 65 Dezibel, wobei der niedrigste Wert für eine ausdrückliche Silent-Betriebsart gilt. Die Innengeräte der beiden Split-Klimaanlagen liegen niedrig, weil der Kompressor draußen steht – 19 dB(A) im Ruhemodus beim einen, 22 Dezibel laut Datenblatt beim anderen, ohne Angabe, ob Schalldruck oder Schallleistung gemeint ist. Zum Einordnen: 60 dB(A) entsprechen etwa einem Gespräch im selben Raum. Wie sich dB(A)-Angaben einordnen lassen, steht im Ratgeber zur Lautstärke.

Für den Dauerbetrieb neben dem Bett gelten etwa 40 bis 45 dB(A) als Richtwert; darüber empfinden viele Menschen das Geräusch als störend. Genau daran scheitern die meisten mobilen Monoblöcke. Den Einsatzort „Schlafzimmer" vergeben wir auf der Vergleichsseite deshalb nur an Geräte mit einer guten Teilnote in der Lautstärke – und auch dort nennen Rezensionen mitunter noch eine stoßweise arbeitende Kondenswasserpumpe oder rhythmische Kompressorgeräusche. Worauf es im Schlafraum sonst noch ankommt, steht im Ratgeber zur Lautstärke.

Der Schalldruck ist das, was am Ohr ankommt – üblicherweise in 1 m Abstand angegeben und in dB(A) ausgewiesen. Die Schallleistung beschreibt, wie viel Schall das Gerät insgesamt abstrahlt, und fällt deutlich höher aus. Ein Gerät in unserem Vergleich nennt beide Werte: 45 dB(A) Schalldruck und 61 dB Schallleistung. Wer zwei Datenblätter vergleicht, muss deshalb zuerst prüfen, welche der beiden Zahlen dort steht. Beide Größen und ihre Bedeutung im Alltag erklärt der Ratgeber zur Lautstärke.

Die Leistungsaufnahme richtet sich nach Kühlleistung und Effizienz. Das kleinste Gerät in unserem Vergleich nimmt bei 5.000 BTU/h rund 550 W auf, Geräte der 9.000er- und 10.000er-Klasse entsprechend mehr. Maßgeblich ist die Angabe in W im Datenblatt, nicht die Kühlleistung – das sind zwei verschiedene Zahlen. Der Kompressor läuft außerdem nicht durchgehend, sobald die Zieltemperatur erreicht ist. Eine Beispielrechnung mit offengelegten Annahmen steht im Ratgeber zum Stromverbrauch.

Rechnen Sie Leistungsaufnahme mal Arbeitspreis. Angenommen, das Gerät nimmt 1.000 W auf: Das ist 1 kWh je Betriebsstunde, bei einem Arbeitspreis von 0,35 €/kWh also 0,35 € pro Stunde, bei vier Stunden täglich rund 1,40 € am Tag. Setzen Sie Ihren eigenen Arbeitspreis ein – er weicht je Tarif deutlich ab. Weil der Kompressor nach Erreichen der Zieltemperatur abschaltet, liegt der reale Verbrauch meist darunter. Dieselbe Rechnung für längere Betriebszeiten steht im Ratgeber zum Stromverbrauch.

Der EER (Energieeffizienz im Kühlbetrieb) beschreibt das Verhältnis von Kühlleistung zu Stromaufnahme in einem einzelnen Betriebspunkt. Der SEER rechnet dasselbe über eine ganze Kühlsaison mit Teillast und Taktverlusten und ist deshalb aussagekräftiger. In unserem Vergleich reichen die SEER-Angaben von 7 bei einem Monoblockgerät bis 20 bei einer Split-Klimaanlage. Auf der Energieeffizienzklasse steht am Ende genau dieser Wert. Wie Energieeffizienzklasse, EER und SEER zusammenhängen, erklärt der Ratgeber zum Stromverbrauch.

Üblich sind 6 bis 7 °C unter der Außentemperatur, in der Praxis also meist 24 bis 26 °C. Jedes Grad tiefer kostet spürbar mehr Strom, weil der Kompressor länger läuft. Viele Geräte lassen sich zwischen 16 °C und 30 °C einstellen – die untersten Stufen sind für Wohnräume selten sinnvoll. Weitere Einstellungen, die den Verbrauch senken, stehen im Ratgeber zum Stromverbrauch.

Ein mobiles Gerät, dessen Abluftschlauch durch ein gekipptes Fenster führt, ist in der Regel unkritisch, weil dabei nichts baulich verändert wird. Sobald gebohrt wird, eine Außeneinheit an die Fassade kommt oder eine Wanddurchführung entsteht, brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Wie Ihr Einzelfall zu beurteilen ist, hängt vom Mietvertrag und gegebenenfalls von der Eigentümergemeinschaft ab – das lässt sich allgemein nicht beantworten. Welche Bauarten ohne bauliche Veränderung auskommen, steht im Ratgeber zu den Bauarten.

Ohne Abdichtung zieht ein großer Teil der abgeführten Wärme sofort wieder in den Raum, und die Kühlwirkung bricht ein. Üblich sind Fensterdurchführungen aus Kunststoff für den Fensterspalt oder Stoffabdichtungen mit Reißverschluss, die um den geöffneten Flügel gelegt werden. Prüfen Sie vor dem Kauf Ihre Fensterart: Mehrere Rezensionen zu Geräten in unserem Vergleich berichten, dass die mitgelieferten Sets bei bodentiefen Fenstern oder deutschen Dreh-Kipp-Fenstern nicht passten und nachgekauft werden musste. Die üblichen Lösungen und ihre Grenzen beschreibt der Ratgeber zu den Bauarten.

Nicht zwingend – der Reiz dieser Bauart ist die werksseitig vorgefüllte Schnellkupplung, mit der sich die Außeneinheit ohne Eingriff in den Kältekreis anschließen lässt. Prüfen Sie die Angabe aber genau: Bei einer Split-Klimaanlage in unserem Vergleich widersprechen mehrere Rezensionen dem Herstellerversprechen und nennen eine Vakuumpumpe oder einen Kältetechniker als nötig. Fest installierte Splitgeräte ohne Schnellkupplung gehören ohnehin in Fachbetriebshand. Wie die Schnellkupplung funktioniert, erklärt der Ratgeber zu den Bauarten.

Beim Kühlen fällt Wasser aus der Raumluft an. Viele Geräte verdunsten es über die Abluft und brauchen nur bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit oder im Entfeuchtungsbetrieb einen Ablauf, andere sammeln es in einem Behälter, der geleert werden muss. Ein Gerät in unserem Vergleich arbeitet laut Hersteller bis 90 % Luftfeuchtigkeit drainagefrei – das erspart im Kühlbetrieb das Entleeren. Fest installierte Splitgeräte führen das Kondenswasser über eine Leitung nach außen. Die drei Bauweisen im Vergleich stehen im Ratgeber zu Wartung und Reinigung.

Im Dauerbetrieb sind zwei bis vier Wochen ein gängiges Intervall; maßgeblich ist die Anleitung Ihres Geräts. Der Staubfilter wird herausgezogen, ausgeklopft oder lauwarm abgespült und muss vollständig trocken wieder hinein. Ein zugesetzter Filter kostet Kühlleistung und Strom und ist die häufigste Ursache für muffigen Geruch. Zusätzliche antibakterielle oder antimikrobielle Einlagen, wie sie beide Split-Klimaanlagen in unserem Vergleich haben, werden nach Herstellerangabe getauscht statt gewaschen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung steht im Ratgeber zu Wartung und Reinigung.

R290 ist Propan und damit brennbar. Hersteller schreiben deshalb je Füllmenge eine Mindestraumgröße vor, die in der Anleitung steht – klären Sie vor dem Kauf, ob Ihr Raum dafür geeignet ist. Im Betrieb ist der Kältekreis geschlossen, das Risiko entsteht bei Beschädigung. Das ist ein ökologischer Vorteil des Kältemittels: Ein Hersteller in unserem Vergleich nennt ein Treibhauspotenzial von 3 gegenüber 675 bei R32 – mit der Energieeffizienz eines Geräts hat das nichts zu tun, auch ein Gerät mit R32 zählt in unserem Vergleich zu den effizientesten. Arbeiten am Kältekreis gehören in jedem Fall in Fachbetriebshand. Was sonst noch zur Wartung gehört, steht im Ratgeber zu Wartung und Reinigung.

Außerhalb der Hitzewellen. Die Nachfrage schwankt in dieser Warengruppe stark über das Jahr: Im Juli und August ziehen Preise und Lieferzeiten an, im Frühjahr und im Spätherbst ist mehr Auswahl zu ruhigeren Preisen verfügbar. Wer erst bei 35 °C bestellt, nimmt, was lieferbar ist – nicht das Gerät, das zum Raum passt.

Nein. Ein Ventilator senkt die Raumtemperatur nicht, er bewegt Luft und verbessert dadurch die Verdunstung auf der Haut – das fühlt sich kühler an, ändert am Thermometer aber nichts. Ein Klimagerät entzieht dem Raum tatsächlich Wärme und führt sie nach außen ab. Bei mäßiger Wärme reicht ein Ventilator oft, in einem Dachgeschoss, das sich über den Tag auf 30 °C aufheizt, nicht.

Das hängt an der Nutzung. Für ein paar Wochen im Jahr, eine Mietwohnung ohne Erlaubnis für eine Außeneinheit und einen einzelnen Raum ist ein Monoblockgerät die praktikable Lösung – ohne Montage, ohne Fachbetrieb. Wer dagegen jeden Sommer täglich mehrere Stunden kühlt, fährt mit einem Splitgerät leiser und effizienter und holt den Aufpreis über die Stromkosten wieder herein. Welche Bauart zu Ihrem Raum passt, lässt sich auf der Vergleichsseite nach Bauart, Einsatzort und Preis eingrenzen. Eine Tabelle, welche Bauart sich in welcher Situation lohnt, steht im Ratgeber zu den Bauarten.